Aufführungen und Termine

 

Termine zu Aufführungen des Dokumentarfilms „Die letzten Zeugen des Gulag“

2017

Moskau

Am 22. Oktober Sonntag, 17 Uhr, Galerie „Bogorodskoye“ Moskau, der offene Highway, 5, Gebäude 6, wird der Film in Moskau uraufgeführt! Er wird in einer gut besuchten Galerie im Norden der Stadt gezeigt. Den Kulturaustausch vermittelte ‚German Documentaries‘, das internationale Label für die Unterstützung deutscher Dokumentarfilme im Ausland.

Завтра вечером в Москве будет премьера фильма! Это показано в хорошо посещаемой галерее на севере города. Культурный обмен предоставляет «Немецкие документальные фильмы», международный лейбл для поддержки немецких документальных фильмов за рубежом. – 22 октября, воскресенье, 17:00, Галерея «Богородское» Москва, Открытое ш., д. 5, к. 6, Бесплатно

Tomorrow evening the documentarie movie will be shown in Moscow! It is a highly frequented galery in the north of town. It was supported by German Documentaries, the international label for the promotion of German documentary films abroad. – 22 of October, Sunday, 5pm, Gallery „Bogorodskoye“ Moscow, the Open Highway, 5, building 6

 

https://tvkinoradio.ru/events/kinopokazi_1/specpokazi_26/event_5135_poslednie-svideteli-gulaga-2014

Die Veranstalterin:

„Mein Großvater war ein politischer Gefangener und sein Urgroßvater verbrachte 10 Jahre in Stalins Lager. 30. Oktober in Russland – Tag des Gedenkens an die Opfer politischer Unterdrückung. Ich denke, dass das Thema Repression und politische Angelegenheiten jede Familie auf die eine oder andere Art berührt hat, aus irgendeinem Grund bin ich mir dessen sicher. Als ich am 30. Oktober über das Thema der nächsten Kinoshow nachdachte, wollte ich dieses Thema ansprechen. Heute wird in der Galerie „Bogorodskoye“ der deutsche Dokumentarfilm „Die letzten Zeugen des Gulag“ gezeigt.“

Reaktion eines jungen Filmemachers:

„Ira, danke für den Film. Es war sehr interessant. Der Film ruft starke Emotionen hervor. Ich habe Angst und schäme mich für das Land. Ich hoffe, dass sich etwas ändert. Aber als ein Mann, mein Freund, den Raum verlässt, sagt er: ‚Noch ein paar mehr solche Shows und Sie werden geschlossen!‘ Er ist er, der sich der jungen Galeriemitarbeiterin zuwendet. Das ist gruselig, als ob der Film weitergeht.“

 

 

Suhl

In der Stadtbücherei Suhl wurde der Film am 19. Oktober 2017 gezeigt. Veranstalter war die Außenstelle Suhl des Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA).  http://www.thla-thueringen.de/index.php/behoerde/aussenstellen/38-aussenstelle-suhl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Göttingen

In der Stadthalle am Freitag, den 1. September 2017 im Rahmen eines Projektkonzerts für Schüler mit dem Göttinger Symphonie Orchester. Der Film wurde mit Werken des im Gulag inhaftierten Komponisten Alexander Weprik gezeigt.

https://www.evensi.de/gottinger-symphonie-orchester-sonderkonzert-weprik/208242531/

Musikalisches Erinnern🎶 Mit zwei Konzerten erinnert das Göttinger Symphonie Orchester am 1. und 2. September an Leben…

Posted by Georg-August-Universität Göttingen on Mittwoch, 30. August 2017

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Erfurt

Im Thüringer Landtag „Tag der offenene Tür“ in Erfurt am 17. Juni um 14 Uhr im Funktionsgebäude, 1. OG, Raum F 125. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion, an der Regisseur Dr. Dean Cáceres teilnahm.

Programm: Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag

http://www.thla-thueringen.de/index.php/startseite/veranstaltungen

http://www.thla-thueringen.de/index.php/803-ausstellung-der-grosse-terror-in-erfurt-zu-sehen

 

 

 

 

 

 

 

 

2016

Weimar

Am 16. September 2016 im Kommunalen Kino mon ami. veranstaltet von Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Ehemalige Häftlinge des Speziallagers Buchenwald waren am 16. und 17. September mit ihren Angehörigen in Weimar. Aus diesem Anlass fand in Weimar eine Veranstaltungsreihe statt, die sich den stalinistischen Lagern in besonderer Form widmet. Nachmittags wurde der Film „Die letzten Zeugen des Gulag“ im Kino „mon ami“ gezeigt. Dazu wurden die Regisseure Dr. Dean Cáceres und Lars Henze geladen. Am Abend fand in der Musikschule „Johann Nepomuk Hummel“ ein Konzert mit dem Musikwissenschaftler und Pianisten Prof. Dr. Jascha Nemtsov statt. Er spielt u.a. Kompositionen des Gulag-Häftlings Vsevolod Zaderadsky.

https://www.facebook.com/events/1646827008963196/

Köln

Am 22. März 2016 im Lew Kopelew Forum. Moderation der Podiumsdiskussion war Vera Ammer, LKF-Beirat, Vorstandsmitglied Memorial International. Eine gemeinsame Veranstaltung der Gesellschaft „Memorial“ und dem Lew Kopelew Forum.

http://www.kopelew-forum.de/lew-kopelew-forum—veranstaltungsarchiv-2016.aspx 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berlin

Deutsche Premiere am 18. November 2015 im Haus der Demokratie und Menschenrechte, veranstaltet von Memorial Deutschland.

https://www.memorial.de/index.php?id=42&tx_ttnews%5Btt_news%5D=694&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&cHash=3a23d630586b194c820f9fe088a237da

https://www.memorial.de/fileadmin/user_upload/Filmpremiere__Die_letzten_Zeugen_des_GULag.pdf

Filmpremiere „Die letzten Zeugen“

Ein Bericht von Uta Gerlant

Am 16. November 2015 zeigte MEMORIAL Deutschland e.V. den Film „Die letzten Zeugen des Gulag“ von Dean Cáceres und Lars Henze im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin.

Der Film hat bisher keinen Fernsehsender gefunden. Deshalb sah es MEMORIAL als umso wichtiger an, ihn der Öffentlichkeit vorzustellen. In dem Film werden Orte des Gulag und von Massenerschießungen gezeigt, Kunstwerke aus dem und über das Gulagsystem vorgestellt und zeitgenössische Dokumentaraufnahmen verwendet. Vor allem aber kommen russische und deutsche Überlebende zu Wort. Einer von ihnen ist Theodor Desens (http://www.workuta.de/Theodor_Desens/index.html), der 1951 unter dem Vorwurf der Kontaktaufnahme zur Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit verhaftet und im NKWD-Gefängnis in der Potsdamer Lindenstraße zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Er kam ins Lager nach Workuta, wo er Zwangsarbeit in Kohleschächten leisten musste. 1955 konnte er zurückkehren und floh noch im selben Jahr nach Westdeutschland.

Im anschließenden Gespräch sprach die Slavistin Anke Giesen mit  dem Filmemacher Dean Cáceres, der Musikwissenschaftlerin Inna Klause, der Kulturwissenschaftlerin Daria Buteiko und dem Juristen Joachim Desens. Dean Cáceres erläuterte als Koregisseur des Films, wie er sich dem Thema „Gulag“ genähert hat – er hofft, dass der Film bald mehr Interesse findet.

Die Musikwissenschaftlerin Inna Klause, die den Film künstlerisch beraten hat, berichtete, dass sie als Kind von Russland-Deutschen in Kazachstan geboren wurde und Enkelin von Gulag-Häftlingen ist. Während darüber in der Familie nicht gesprochen wurde, beschäftigt sie sich nun wissenschaftlich mit dem Gulag: ihre Dissertation ist unter dem Titel „Der Klang des Gulag“ erschienen.

Daria Buteiko, Kulturwissenschaftlerin aus Kiew, die sich damit auseinandersetzt, wie die russisch-orthodoxe Kirche mit dem im Film erwähnten ehemaligen Lager im Kloster auf den Solowetzki-Inseln umgeht, erklärte, dass die Kirche die eigenen Opfer sowjetischer Repressionen als Neumärtyrer verehre, sich aber kaum für andere Opfer interessiere.

 © Cáceres 2017